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Studieren in Kalifornien

Hallo zusammen,

Ich bin Michael aus Erding und studiere Bauingenieurwesen in Mosbach. Für das 4. Semester habe ich mich entschieden die einmalige Chance wahrzunehmen und ein Auslandssemester in den USA anzutreten. Nach dem ersten Monat kann ich euch einen kleinen Einblick in die Vorbereitung und die erste Zeit an der University of California Riverside geben.

Von Redaktion DHBW Mosbach

Meine Motivation für ein Auslandssemester kam zum einen von meinen positiven Erfahrungen im Auslandsjahr das ich gemacht habe. Zum anderen wollte ich meine Sprachkenntnisse weiter verbessern und neue Erfahrungen an einer neuen Schule, in einem neuen Land und einem ganz anderen System sammeln. Anfangs war ich mir nicht sicher ob ich den nötigen Schnitt erreichen kann und habe gar nicht über ein Auslandssemester nachgedacht. Aber auf die Infoveranstaltung bin ich doch gegangen. Es stellte sich heraus, dass die UC Riverside laut der Programmmatrix die einzige Universität ist, die für mich in Frage kam. Nachdem mir klar wurde, dass ich doch alle Anforderungen erfülle habe ich mit dem Bewerbungsprozess begonnen. Die Bewerbung und alles andere an Papierkram wird von der DHBW wirklich sehr einfach gestaltet und sollte keinen abschrecken. Auch das Visum für die USA zu beantragen ist zwar nervig und mit vielen unnötigen Gebühren verbunden aber nicht schwer. Jeder kann das und es ist wirklich kein Grund von einem Auslandssemester abzusehen.

Nach meiner ersten Woche in LA in der ich in einem Hostel übernachtet habe und Neujahr in Santa Monica gefeiert habe ging es am 2.1. endlich nach Riverside. Hier gab es zu beginn eine kleine Ernüchterung. Die Kurse die ich in Deutschland gewählt hatte gab es entweder nicht oder sie hatten Vorgaben, die ich nicht erfüllen konnte, da ich keine vorhergehenden Kurse belegt hatte. Also heißt es wohl fast alles nacharbeiten und seine 12 Units mit Kursen belegen, die ich gar nicht brauche.

Aber wenn man ehrlich ist, dann macht man das Auslandsjahr ja nicht um die meiste Zeit am Schreibtisch zu verbringen.

Wenn ihr die USA auswählt kann ich euch unbedingt Empfehlen am Campus an Aktivitäten teilzunehmen und einem Club beizutreten.  Da ich gerne Sport treibe bin ich dem Rugbyteam beigetreten und habe auch sofort Anschluss gefunden. Das ist ein guter Weg um tatsächlich Leute kennen zulernen die in Riverside regulär studieren. So bin ich mit dem Team auf Auswärtsspielen in anderen Städten und kann kostenlos etwas rumkommen. Denn rumkommen ohne ein Auto ist in den USA sehr schwer. Wenn ihr die finanziellen Möglichkeiten habt, dann kauft euch ein Auto und verkauft es wieder, wenn ihr abreist. Da hilft es, wenn man zu zweit oder zu dritt ist.

Da ich die Reise allein angetreten bin kam das für mich eher nicht in Frage, aber das ist etwas, dass ich euch empfehlen würde, wenn ich die Reise noch einmal planen würde.

Nun, Kurse sind gewählt und das Zimmer im International Village bezogen. Jetzt kann der Campus Alltag losgehen. Anfangs habt ihr sehr viel Freizeit. Plant da am besten die ersten Wochenendtrips und Reisen. Ich habe meine Vorlesungen so gewählt, dass ich nur Montag und Mittwoch Vorlesung habe, um möglichst viel Freizeit zu haben.

Etwas was man von der DHBW nicht gewohnt ist ist, dass man Bücher kaufen muss und regelmäßige Essay Assignments hat. Gerade die Bücher sind teilweise extrem teuer und wenn man ehrlich ist liest man dann doch gar nicht so viel, wie man sollte.

Alles in allem ist das Niveau in den Examen für uns Europäer aber wirklich einfach. Macht euch also keine Sorgen, dass ihr Probleme habt euch einzufinden. Und wenn ihr aktiv auf Leute zugeht dann wird euch viel geholfen.

Alles in allem ist der Start gut gelungen und keine meiner Sorgen hat sich bestätigt.

Viele Grüße aus Riverside,

 

Michael

Christian Bürkert Stiftung

Das Stipendium der Bürkert Stiftung, welches in Zusammenarbeit mit der Stiftung Pro DHBW Mosbach verliehen werden kann, fördert Studierende aus dem Bereich Technik während ihres Auslandssemesters. Die Stipendiaten zeichnen sich insbesondere durch ihr fachliches Können aus, setzen sich persönlich für die Belange der Allgemeinheit ein und sind sozial engagiert, an der DHBW oder auch außeruniversitär. Des Weiteren wird bei der Vergabe der finanzielle Bedarf der Studierenden berücksichtigt.

Weitere Informationen zur Christian Bürkert Stiftung gibt es hier.

University of California Riverside