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서울 안녕하세요! - Seoul annyeonghaseyo!

Hallo ihr Lieben,

mein Name ist Lisanne und ich bin 20 Jahre alt. Seit 2018 studiere ich an der DHBW Mosbach Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt internationales technisches Vertriebsmanagement. Im vierten Theoriesemester hieß es jedoch für mich: „Auf Wiedersehen Deutschland, willkommen Südkorea!“. Ich bin nun schon seit knapp einem Monat in der Hauptstadt Südkoreas und seit zwei Wochen habe ich Online-Vorlesungen an der Chung-Ang-University (CAU) in Seoul.

Von Redaktion DHBW Mosbach

In letzter Zeit wurde ich oft gefragt: „Wie kamst du darauf, dein Auslandssemester in Seoul zu machen?“ Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht genau, was im Endeffekt der ausschlaggebende Punkt für mich war, aber ich glaube, dass es vor allem daran lag, dass Seoul mit keiner europäischen oder westlich orientierten Stadt zu vergleichen ist, so dass das Leben in Seoul eine komplett neue Erfahrung für mich darstellt. Einmal im Ausland leben wollte ich schon seitdem ich 14 Jahre alt war und als ich dann erfahren habe, dass es in meinem Studiengang möglich ist, ein Auslandssemester zu machen, konnte ich es kaum abwarten mich zu bewerben. Ich war überglücklich als ich im September letzten Jahres meine Zusage bekommen habe und mit den Planungen beginnen konnte.

Am 28.02.2020 war es dann soweit: ich landete am Flughafen Incheon und fuhr mit dem Taxi zum Hotel, das ich für das erste Wochenende gebucht hatte. Um ehrlich zu sein, hatte ich zu Beginn ein sehr mulmiges Gefühl, da zu diesem Zeitpunkt das Thema COVID-19 in Südkorea immer präsenter wurde und ich noch nicht genau wusste wie ich damit umgehen sollte. Nichtsdestotrotz habe ich mich davon nicht unterkriegen lassen und schön brav meine Maske getragen, mir regelmäßig die Hände desinfiziert und mich den Temperaturmessungen unterzogen. Als ich dann am 02.03.2020 in das Wohnheim der Chung-Ang-University einzog, lief dies eher unspektakulär ab, da durch das Coronavirus jegliche Willkommensveranstaltungen abgesagt wurden bzw. sogar der Semesterbeginn um zwei Wochen nach hinten geschoben wurde.  Obwohl sich dies gerade alles nicht nach tollen ersten Erfahrungen im Ausland anhört, möchte ich euch ganz schnell vom Gegenteil überzeugen.

Dadurch, dass das Semester erst am 16.03.2020 statt wie geplant am 02.03.2020 anfing, hatte ich knapp zwei Wochen Zeit, die schönsten Seiten Seouls kennenzulernen. Sei es einen traditionellen Hanbok anzuprobieren und damit den Gyeongbokgung Palast zu besichtigen oder aber auf der Spitze einer der vielen Berge, von denen Seoul umgeben ist, zu picknicken und die Aussicht zu genießen, langweilig wird es hier auf jeden Fall nicht.

Diese Ausflüge habe ich jedoch nicht alleine gemacht, sondern ich habe sehr schnell viele neue Leute kennengelernt, die auch ihr Auslandssemester an der Chung-Ang-University absolvieren. Dadurch, dass jeder hier neue Leute kennenlernen und so viele Erfahrungen wie möglich sammeln will, ist es sehr einfach sich zu verabreden bzw. einen Ausflug zu planen.

Seit zwei Wochen habe ich nun Online-Vorlesungen, die entweder wie eine Live-Videokonferenz abgehalten werden oder aber die Professoren laden Videos von ihren Vorlesungen hoch, sodass sich die Studenten die Inhalte selbstständig erarbeiten.

Christian Bürkert Stiftung

Das Stipendium der Bürkert Stiftung, welches in Zusammenarbeit mit der Stiftung Pro DHBW Mosbach verliehen werden kann, fördert Studierende aus dem Bereich Technik während ihres Auslandssemesters. Die Stipendiaten zeichnen sich insbesondere durch ihr fachliches Können aus, setzen sich persönlich für die Belange der Allgemeinheit ein und sind sozial engagiert, an der DHBW oder auch außeruniversitär. Des Weiteren wird bei der Vergabe der finanzielle Bedarf der Studierenden berücksichtigt.

Weitere Informationen zur Christian Bürkert Stiftung gibt es hier.

Chung-Ang-University (CAU), Seoul