// 2 Semester an der NUI Galway, Irland (September 2018 bis Mai 2019)

Mein Weg nach Irland

Mein Name ist Jakob. Seit 2016 studiere ich Wirtschaftsingenieurwesen (Internationales Technisches Projektmanagement) an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mosbach. Im Studiengang sind von Seiten der Hochschule zwei Auslandssemester in den Semestern 5 und 6 vorgesehen.

Von Redaktion DHBW Mosbach

Als ich mich das erste Mal auf den Weg nach Irland machte, hatte ich zugegebener Maßen gemischte Gefühle. Einerseits war ich neugierig auf dieses für mich bisher unbekannte Land, dessen Einwohner und Kultur, andererseits war ich mir nicht sicher, wie ich damit umgehen würde die nächsten dreieinhalb Monate nicht mehr in meiner gewohnten Umgebung zu sein. Tatsächlich habe ich im Laufe beider Semester zwei kurze Wochenendtrips nach Hause gemacht und somit zwischendurch zweimal Heimatluft schnuppern können.

Die NUIG ist im Zentrum Galways (irisch: Gaillimh) sowie am Rande des Flusses Corrib gelegen, umgeben von Grünflächen und kleinen Parks. Galway selbst findet man an der Westküste Irlands, mit einer sehr guten Transportverbindung zum Flughafen Dublin, den man abhängig von der Busverbindung in 2,5 - 3 Stunden erreicht. Die Freizeitaktivitäten in Galway sind vielfältig. Wer sportlich oder gemeinschaftlich aktiv werden möchte, für den gibt es viele Vereine und „societies“, die von Wanderungen über Windsurfen bis hin zu Musik oder Sprachen (fast) alles anbieten. Viele davon sind an der NUIG von Studenten für Studenten organisiert. Hier findet man neue Freunde und knüpft Beziehungen, die manchmal auch über das Stadium der Freundschaft hinausgehen. Ich selber habe in der „NUIG Orchester Society“ mitgewirkt, einem Sinfonieorchester aus Studenten und Mitarbeitern der Universität. Unter der Leitung von Maitiú O Báiréil, einem professionellen irischen Jazz-Musiker, haben wir meist klassische Werke erarbeitet, sind auf Probewochenenden gefahren und haben am Ende jedes Semesters in der St. Nicholas Collegiate Church ein Konzert gegeben.

Während der Zeit in Irland habe ich viel über die dortige Kultur gelernt. Ich habe erlebt, dass eine Bewertung als „Ok“ im Verhältnis in Deutschland weitaus besser ist als in Irland, und habe viele weitere kleine kulturelle Unterschiede erfahren. Die Iren haben eine aufgeschlossene, herzliche Mentalität und nehmen jeden Gast gerne auf. Auf meinen Reisen durch Irland habe ich sogar zwei Deutsche kennengelernt, die nach Abschluss ihres Studiums in einen kleinen Ort in der Nähe von Galway gezogen sind, weil sie die Iren als bodenständiger und herzlicher wahrnehmen und sie sich dort wohler fühlen als in Deutschland.

Am Ende ging doch alles ganz schnell: eine intensive Klausurenphase, ein letztes Mal in die vielen Pubs in Galway, der letzte Flug zurück nach Frankfurt. In den 9 Monaten in Galway habe ich viel über mich selbst und über eine fremde Kultur gelernt – und letzten Endes einen (vielleicht nicht unwichtigen) neuen Eintrag in meinem Lebenslauf.  Zu Beginn hatte ich Respekt vor der langen Zeit im Ausland, am Ende jedoch war es schneller vorbei als gedacht und ich bin auch etwas traurig, dass diese eindrucksvolle Zeit schon vorbei ist. Nun heißt es zurück in die Firma und Bachelorarbeit schreiben!

PROMOS – Programm zur Steigerung der Mobilität von deutschen Studierenden

Mit PROMOS können Studien- und Sprachaufenthalte von Studierenden durch Teilstipendien, Reisekosten, Pauschalen für Studiengebühren und Zuschüsse zu den Aufenthaltskosten (bei Studienreisen) grundsätzlich weltweit gefördert werden.

Das Mobilitätsprogramm soll solchen Studierenden die Chance zu einem Auslandsaufenthalt bieten, deren Vorhaben oder Zielort in keinem der strukturierten Programme förderbar ist. Bei der Ausgestaltung dieses Programms sind die Hochschulen angehalten, eigene Schwerpunkte in der Förderung zu setzen.

Weitere Informationen über PROMOS finden Sie hier.

NUI Galway