Mein Auslandspraxissemester in Schweden - Teil 2

Da nun schon mehr als die Hälfte meines Auslandsaufenthalts vorbei ist verfasse ich meinen zweiten Blogbeitrag. Ich fühle mich hier in Schweden wohl und auch dass Kochen stellt keine Probleme dar. Zur Unterstützung habe ich mir die App Chefkoch auf mein Smartphone geladen um schnell an interessante Rezepte zu kommen

Von Redaktion DHBW Mosbach

Da ich in meinem Zimmer nur einen kleinen Kühlschrank habe bin ich gezwungen zu planen, was ich an welchen Tagen esse da ich wie erwähnt nur begrenzt Platz habe. Das funktioniert aber super und man kann sich das bestimmt auch für Daheim im Hinterkopf behalten. Wie in meinem letzten Blogbeitrag schon erwähnt sind die Produkte in den Supermärkten nur mit schwedischen Aufschriften. Deshalb macht es Sinn, die schwedischen Namen für die benötigten Lebensmittel auf der Einkaufsliste schon im Vorfeld zu übersetzen, da man dadurch im Supermarkt viel Zeit sparen kann. Falls man das gesuchte Lebensmittel doch nicht findet wird einem natürlich wie in Deutschland vom Personal geholfen.

Bisher ist mir negativ aufgefallen, dass man selbst mit englisch manchmal nicht weiterkommt. Beispiele sind die Durchsagen in Bussen und Bahnen, oder die Menükarten in manchen Restaurants, die nur in Schwedisch sind. In solchen Fällen muss man sich dann auf jeden Fall von den Einheimischen helfen lassen.

Das Reisen steht für mich natürlich auch an einer der vorderen Stellen. Deshalb habe ich mich für einen eintägigen Trip nach Oslo mit meinem Arbeitskollegen entschieden. Wir sind morgens mit dem Flixbus vom Hauptbahnhof aus nach Oslo aufgebrochen. Die Hauptstadt Norwegens ist auf jeden Fall eine Reise wert. Wir haben uns noch vor Beginn der Reise Sehenswürdigkeiten in Oslo ausgesucht um alles wichtige an einem Tag zu erkunden. Es empfiehlt sich auf jeden Fall zu Beginn an einer der „Free Oslo Touren“ teilzunehmen. Hierbei handelt es sich um eine kostenlose Stadtführung, bei der man sich einen Überblick über die Stadt verschaffen kann und die ersten Informationen zu einigen Sehenswürdigkeiten und Denkmälern bekommt. Im Anschluss kann man erneut zu den Orten gehen, die das Interesse geweckt haben. Als kleiner Tipp sollte man sich den Sonnenuntergang entweder vom Opernhaus oder von einer Festung namens „Skarpenords kruttarn“ anschauen. Wir sind an dem ganzen Tag mehr als 20 Kilometer gelaufen, wozu gute Schuhe unerlässlich sind.

Ich habe anfangs hauptsächlich über Facebook-Gruppen versucht Leute kennenzulernen. Da man hiermit in Göteborg aber wenig Erfolg hat habe ich mir die App „Meetup“ heruntergeladen und mich angemeldet. Hier kann man verschiedenen Gruppen beitreten, die regelmäßig Kennenlern-Events planen, die man auf jeden Fall besuchen sollte. In der letzten Woche war hier das „Culture Festival“, das jährlich im August stattfindet. Zu dieser Zeit kann man in der ganzen Stadt verteilt Essenstrucks und andere Attraktionen finden. Besonders im Park „Kungsparken“ sind viele Bühnen zu finden, auf denen Bands auftreten.

Ebenfalls in dieser Woche war meine Familie zu Besuch. Sie haben im Scandic Hotel neben dem Hauptbahnhof gewohnt und waren damit zufrieden. Vor allem beim Frühstück blieben keine Wünsche offen. Mein Betreuer von der Arbeit hat mir in diesem Zeitraum erlaubt, die Arbeit früher zu verlassen um mehr mit meiner Familie unternehmen zu können. Wir haben täglich viele schöne Orte besucht und Abends immer zusammen gegessen. Unter anderem haben wir auch das Universum Museum besucht. Da hier allerdings der Eintritt sehr teuer ist und man nach ca. 2 Stunden alles gesehen hat empfiehlt es sich in den Abendstunden dorthin zu gehen, da ab 3 Stunden vor Schließung der Eintrittspreis gesenkt wird.

Wer großes Interesse an Museen hat, für den ist sicherlich die Saisonkarte eine gute Möglichkeit für wenig Geld mehrere Museen zu besuchen. Bei dieser Karte ist jedoch das Universum Museum nicht dabei. Außerdem haben wir überlegt für die Woche den Göteborg Pass zu kaufen, aber haben uns dann dagegen entschieden, da er sich für uns nicht rentiert hätte.

Auslandspraktikum mit Erasmus+ (SMP)

Ein weiteres Programmziel von Erasmus+ ist es, Studierenden während ihres Studiums oder unmittelbar im Anschluss an ihr Studium (Graduierte) praktische Berufserfahrung im europäischen Ausland zu ermöglichen und dabei die internationale Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen zu fördern.

Studierende können während des Auslandspraktikums ihre persönlichen Fähigkeiten und fachlichen Kenntnisse durch praktische Berufserfahrungen erproben und ausbauen.

Studierende, die ein studienbezogenes Praktikum für einen Zeitraum von mindestens 2 Fördermonaten (60 Tage) aber maximal 3 Fördermonaten (90 Tage) im europäischen Ausland absolvieren, können dafür eine Erasmus+ Förderung beantragen.

Weitere Information über Erasmus+ Förderung finden Sie hier.

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