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Lā k̀xn Thailand

Auf viele aufregende Erlebnisse, interessante Vorlesungen und beeindruckende Momente kann ich, Joseph Pietz, während meines Auslandssemesters als angehender Wirtschaftsingenieur an der Mahidol University in Thailand zurückblicken.

Von Redaktion DHBW Mosbach

Trotz der bereits erbrachten Leistungen nach der ersten Hälfte des Semesters – den Midterms – stellte sich der zweite Teil als deutlich umfangreicher und arbeitsintensiver heraus. Wesentliche Gründe hierfür sind die vielen Gruppenarbeiten, die vor allem in Bezug auf Präsentationen einen großen Teil meiner Freizeit einnahmen. Nichts desto trotz nutzten wir auch weiterhin die Zeit für Reisen in Thailand und in die Nachbarländer. So lange dies eben ging…

Eigentlich möchte ich nicht über den Coronavirus philosophieren, jedoch spielt dieser auch bei meinem Auslandssemester eine wesentliche und vor allem prägende Rolle. Nachdem Thailand zwar eines der ersten Länder mit Infizierten gewesen ist, die offizielle Zahl der Betroffenen jedoch relativ lange sehr gering blieb, machte ich mir zu Beginn keine Sorgen. Vor allem nicht darüber, wie und ob ich mein Auslandssemester beenden kann. Doch die steigende Zahl der Infizierten in Thailand und Europa sowie die Umstellung des Vorlesungsbetriebs auf digitale Medien machten schließlich auch mich nachdenklich. Die letzten drei Wochen des Semesters waren angebrochen. Die letzte Vorlesungswoche und dann nur noch die finalen Klausuren. Jedoch veränderte sich die weltweite Situation rasend und das nicht zum Guten. Die ersten Flüge wurden gestrichen, die Grenzen wurden abgeriegelt und sich mit thailändischen Kommilitonen zu treffen, schien unmöglich.

Daher blieb mir nichts anderes übrig, als meine Rückreise bereits drei Wochen vor dem regulären Abflug anzutreten. Für mich war klar, dass man das Leben in Thailand in der nächsten Zeit nicht mehr so vorfinden wird, wie ich es in den vergangenen Wochen kennen und lieben gelernt hatte. Die Vorlesungen sowieso Klausuren mussten ohnehin am häuslichen Arbeitsplatz stattfinden.

Somit brachten die letzten Wochen des Semesters einen durchaus revolutionären Vorlesungsbetrieb mit sich. Statt Beamer und Tafel bei thailändischen 35 Grad und Sonnenschein hieß es nun: Webcam und PC, immerhin auch in Deutschland mit Sonnenschein. Erstaunlicherweise funktionierte dies sehr gut und durch die engagierten Leistungen der Lehrerenden konnte mindestens derselbe Lernerfolg bei den Studierenden hergestellt werden, wodurch auch kein Nachteil für die anstehenden Klausuren entstand.

Hierdurch konnte man ebenfalls unterschiedlichste Software, die man in solchen Fällen aber auch im späteren Berufsleben regelmäßig einsetzt, kennenlernen. Insgesamt denke ich jedoch, dass mich die vielen Gruppenarbeiten hinsichtlich verschiedener Charaktere und Nationen sensibilisiert hat, da sich vor allem wesentliche Unterschiede zwischen den Lebenseinstellungen der Asiaten und Europäer ausmachen lassen.

Alles in allem stellt die finanzielle Unterstützung der Christian Bürkert Stiftung den i-Punkt auf einem insgesamt sehr gelungenen Auslandssemester dar, welches ich niemals missen möchte.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in mein Auslandssemester geben.

Lā k̀xn Thailand

Joseph

 

Blogbeiträge

Hier findet ihr meinen ersten Blogbeitrag und zweiten Blogbeitrag.

Christian Bürkert Stiftung

Das Stipendium der Bürkert Stiftung, welches in Zusammenarbeit mit der Stiftung Pro DHBW Mosbach verliehen werden kann, fördert Studierende aus dem Bereich Technik während ihres Auslandssemesters. Die Stipendiaten zeichnen sich insbesondere durch ihr fachliches Können aus, setzen sich persönlich für die Belange der Allgemeinheit ein und sind sozial engagiert, an der DHBW oder auch außeruniversitär. Des Weiteren wird bei der Vergabe der finanzielle Bedarf der Studierenden berücksichtigt.

Weitere Informationen zur Christian Bürkert Stiftung gibt es hier.

Mahidol University in Bangkok