// Auslandssemester

Jedes Buch hat sein letztes Kapitel

Mein Name ist Filip, seit 2016 studiere ich Betriebswirtschaftslehre: International Business mit dem Schwerpunkt Innovation und Technik an der DHBW Mosbach am Campus Bad Mergentheim. Mein 4. Semester ist besonders und unterscheidet sich sehr von den Üblichen. Der Grund dafür? Ganz einfach – es ist ein Auslandssemester in Ljubljana! Im dritten von meinen drei Blogbeiträgen (den ersten findet man hier, den zweiten hier), berichte ich von meinem Abschied aus Slowenien.

Von Redaktion DHBW Mosbach

Nun ist es vorbei. Mein Erasmus+ Aufenthalt in Slowenien ist soeben zu Ende gekommen. Die damit verbundenen Gefühle sind sehr gemischt, einerseits freue ich mich auf das nächste Kapitel meines Lebens, andererseits fühle ich diesen besonderen Bücher-Kater und möchte wieder zurück - zur schon beendeten, bunten Geschichte. 

#Abschied

Die letzten Wochen, muss ich zugeben, waren hauptsächlich für die Vorbereitung auf die kommenden Examen bestimmt und meine Einstellung musste sich natürlich den besonderen Umständen der Klausurphase anpassen. Manche sagen, dass man während des Erasmus+ nicht durchfallen kann. Nichtsdestotrotz betrug die Durchfallquote in „Macroeconomics 1“ an der University of Ljubljana in den vorigen Jahren ungefähr 60% beim ersten Versuch, daher hatte ich eine genügende Motivation um die übrige Zeit mit dem Lernstoff zu verbringen. Letzten Endes habe ich diese Zeit nicht bereut, weil ich in gutem Stil all die Prüfungen bestanden habe. Somit bin ich durch den Endspurt gerannt und habe die verdiente Lernpause erreicht. Als ich das letzte Mal durch die Flure der Universität gegangen bin, habe ich mich als ein einheimischer Student gefühlt. Ich habe mich von dem Gebäude meiner(!) Uni verabschiedet.  

#Rückblick

Nun wenn ich an die Erinnerungen der vorigen 4 Monate in Ljubljana denke, kann ich nur positive Schlüsse ziehen. Es lohnt sich wirklich mutig zu sein. Mutig die Herausforderung anzunehmen, mutig das selbstständige Leben in einem fremden Land zu führen, mutig diese Entscheidung zu treffen. Das Auslandssemester hat mich persönlich weitergebracht und bestätigt, dass ich mich an neue Situationen immer anpassen kann. Besonders freue ich mich wenn ich daran denke, dass ich im Alter von 20 Jahren schon in 2 fremden Ländern studiert habe, obwohl ich das Wort „fremd” nicht mehr als zutreffend betrachte.  

#Europa

Wir leben in der Welt der vielen Möglichkeiten und Chancen die sogar die Generation unseren Eltern nicht nutzen konnte. Als meine Mutter diesen Gedanken erwähnt hat, ist mir sofort bewusst geworden, dass wir als EU-Bürger in so vielen Aspekten profitieren können, wie es noch vor einigen Jahren unmöglich zu sein schien. Einen Augenblick später habe ich mich nur traurig daran erinnert, dass einige Länder (darunter auch meine eigene Heimat Polen) so stark gegen die europäische Integration agieren können... Es bleibt nur übrig zu hoffen, dass die Generation der Menschen die gerade das volle Spektrum der Vorteile der Europäischen Union nutzen, künftig im Stande sein werden, die Richtung der Politik zurück auf den guten Weg zu bringen.  

So eine Erfahrung im Ausland kann die Augen noch breiter öffnen und die Horizonte entfalten. Dadurch wird man auch sensibler in Bezug auf das Geschehen in der ganzen Welt, weil man innerhalb einiger Sekunden die Nachrichten mit den internationalen Freunden aus fast allen Kontinenten vergleichen und eine objektive Meinung selber kreieren kann... und außerdem ist die geträumte Weltreise einen Schritt näher!

Auslandssemester

Studierende der DHBW Mosbach haben verschiedene Möglichkeiten, während ihres Studiums internationale Erfahrung zu sammeln. Eine davon ist, das vierte Theoriesemester an einer unserer Partnerhochschulen im Ausland zu verbringen. Das Akademische Auslandsamt organisiert im ersten und zweiten Semester Informationsveranstaltungen, in denen die verschiedenen Möglichkeiten vorgestellt und Fragen beantwortet werden können.

Mehr Informationen zum Auslandssemester finden Sie hier.

University of Ljubljana