Hej hej, aus dem Norden!

Hallo aus Schweden,

ich bin Simon und studiere in Mosbach Wirtschaftsinformatik in Kooperation mit dem Unternehmen SKF. Im vierten Semester konnte ich nun drei Monate im Hauptsitz in Göteborg erleben.

Von Redaktion DHBW Mosbach

Wie kam ich darauf

Das ist recht schnell erklärt: mich interessiert IT sehr. Und da die in meinem Unternehmen zu einem Großteil in der Zentrale zu finden ist, war der Entschluss schnell gefasst.

Schwieriger war es für mich, dort überhaupt eine passende Praxisphase zu bekommen. Ich hatte mich schon über ein halbes Jahr bemüht, bis ich endlich die Zusage bekam. Doch ich muss sagen, die Mühe hat sich im Nachhinein wirklich ausgezahlt!

Eine kühle Landung

Direkt nach der Landung bemerkte ich das etwas kühlere Klima. Ich hatte zunächst den Eindruck Schweden sind sehr zurückhaltend und schüchtern. Beispielsweise standen des Öfteren Personen in der Straßenbahn, obwohl noch genug Sitze frei waren.

Dies änderte sich aber schlagartig, als ich mit den Personen ins Gespräch kam, ausnahmslos alle waren sehr freundlich. Erstaunt hat mich auch das sehr gute Englisch, das hier alle sprechen. Ich muss tatsächlich sagen, die Verständigung viel mir einfacher als in den USA. Selbst in jedem noch so kleinen Kiosk konnte man sich gut mit den Verkäufern unterhalten.

Auch die Umgebung war toll. Göteborg und speziell das Stadtviertel in dem ich wohnte sind sehr grün. Da begegnete mir auf dem Weg zur Arbeit ab und an auch mal ein Hase. Und das in einer Großstadt. Auch nachts ist Göteborg schön. Fast alle Gebäude, aber auch normale Tische sind dann beleuchtet, was für gute Bilder und einen einmaligen Eindruck sorgt.

Eine kulinarische und kulturelle Entdeckungsreise

Auch die Kantine im Hochhaus der Zentrale bot einen wunderbaren Ausblick über die Stadt. Außerdem konnte ich hier direkt die schwedische Küche ausprobieren. Neben „normalem“ Köttbullar und Zimtschnecken, die es hier überall gibt, konnte ich sogar Rentier probieren. Schon hier griff mir Erasmus unter die Arme, denn die Lebenshaltungskosten in Schweden sind allgemein etwas höher als in Deutschland.

Gut gestärkt konnte ich in Göteborg viel entdecken. Neben einigen Museen gibt es mitten in der Stadt auch wunderschöne und vor allem sehr große Parks. Dank der Unterstützung durch Erasmus konnte ich die Gelegenheit auch direkt nutzen, um mir naheliegende Städte anzuschauen. Neben Malmö und Kopenhagen, konnte ich so auch Oslo und Stockholm erkunden.

Besonders werden mir Göteborgs Inseln in Erinnerung bleiben. Sie waren jederzeit mit dem regulären Verkehrsticket zu erreichen und wunderschön. Da wurde bei der einen oder anderen Recherche zur Projektarbeit schonmal der Laptop eingepackt und los gings.

Fachliche und soziale Erkenntnisse

Auch fachlich hat mir der Aufenthalt viel gebracht. Mein Betreuer hat mich gut eingewiesen und danach genug Freiheit gegeben mich selbst in die Themen einzuarbeiten. Bei Diskussionen hat er mir dann die richtigen Hinweise gegeben. Somit konnte ich mich nach der ersten Einarbeitungsphase ins Team einbringen und an einer Softwareanwendung mit mehreren Hundert Benutzern arbeiten! Neben der Fachkenntnis stärkt das natürlich auch das Selbstbewusstsein und macht klar wie schnell man in einem guten Team vorankommt.

Erinnerungen die man nicht vergisst

Zurückblickend kann ich nur jedem, der Interesse an einen Auslandsaufenthalt hat, sagen: „Du kannst also mach!“. Ich kenne persönlich keine Person, die diese Entscheidung bereut hat. Auch für mich war es eine unvergessliche Zeit in Schweden. Neben den wunderbaren Eindrücken, einem ordentlichen, fachlichen Erfahrungszuwachs und verbessertem Englisch, konnte ich so auch persönliche Kontakte für die berufliche Zukunft knüpfen. Ich würde mich definitiv wieder dazu entscheiden!

Erasmus + Praktikum (SMP)

Ein weiteres Programmziel von Erasmus+ ist es, Studierenden während ihres Studiums oder unmittelbar im Anschluss an ihr Studium (Graduierte) praktische Berufserfahrung im europäischen Ausland zu ermöglichen und dabei die internationale Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen zu fördern.

Studierende können während des Auslandspraktikums ihre persönlichen Fähigkeiten und fachlichen Kenntnisse durch praktische Berufserfahrungen erproben und ausbauen.

Studierende, die ein studienbezogenes Praktikum für einen Zeitraum von mindestens 2 Fördermonaten (60 Tage) aber maximal 3 Fördermonaten (90 Tage) im europäischen Ausland absolvieren, können dafür eine Erasmus+ Förderung beantragen.

Göteborg SKF