// #techieabroad

Halbzeit und damit auch der Alltag in Budapest

Hiermit melde ich mich mit meinem zweiten Blogbeitrag aus Ungarns Hauptstadt zurück (den ersten Blogbeitrag findet ihr hier). Ich bin Max und studiere mein viertes Semester hier an der BME in Budapest. Die Abkürzung BME steht übrigens für "Budapesti Műszaki és Gazdaságtudományi Egyetem" und bedeutet so viel wie technische und wirtschaftswissenschaftliche Universität, an der ich Wirtschaftsingenieurwesen mit der Vertiefung internationale Produktion und Logistik studiere.

Von Redaktion DHBW Mosbach

Doch worin unterscheidet sich ein Semester in Mosbach nun mit dem hier in Budapest? In erster Hinsicht ist es die Sprache. Hier in Ungarn belege ich ausschließlich internationale Kurse, weshalb alle auch auf Englisch stattfinden. Dazu kann ich aber sagen, dass man auch in diese neue Aufgabe schnell hineinwächst und sich daran gewöhnt. Ich selbst hatte hier nie sprachliche Probleme und behaupte, dass man mit dem Englisch aus der Schule vorab gut gerüstet ist, was man dann in der Zeit hier automatisch immer weiter ausbaut und verbessert. 

Neben dem Sprachlichen unterscheiden sich die Semester vor allem in der Zeiteinteilung der Vorlesungen. Während ich hier in Ungarn das gleiche oder etwas äquivalentes zu den Vorlesungen in Mosbach belegt habe, ist die Dauer der Vorlesungen dennoch geringer. Das liegt daran, dass das Semester hier allgemein länger ist und dass in vielen Fächern hier mehr Präsentationen und Hausaufgaben erledigt werden müssen als Zuhause. Diese zählen dann zeitlich als Selbststudium, wodurch im Endeffekt zwar die gleiche Zeit erreicht wird, man selbst jedoch flexibler die Zeit einteilen kann.

Auch zum Thema Klausuren gibt es einige Unterschiede. Meist gibt es in den Fächern auch oder sogar ausschließlich Zwischenprüfungen, die ein konstantes Lernen kleinerer Mengen mit sich bringen. Dadurch wird der Stoff intensiver gelernt und in den Fächern ohne Abschlussprüfung wird eine Menge Arbeit und Stress am Ende vermieden. 

Der typische Tag in Budapest unterscheidet sich nicht viel von dem in Mosbach. Man hat wie gewohnt Vorlesungen, muss diese vor- und nachbereiten, für Prüfungen lernen und kann den restlichen Tag individuell gestalten. Allgemein hat man jedoch in der Freizeit mehr Möglichkeiten etwas zu unternehmen – aber in diesem Aspekt kann man Mosbach mit einer Großstadt auch einfach nicht vergleichen. 

Zur Mentalität der Ungarn ist es sehr schwer eine pauschale Aussage zu treffen. Meist erkennt man jedoch eine südländische Art, wie sie jeder aus dem Urlaub im Süden kennt – sie sind oft recht locker, aufgeschlossen, lustig und vor allem sehr gastfreundlich. Es ist schwierig zu beschreiben, was hier genau die Unterschiede zu Deutschland sind, aber ich glaube, dass es sich die meisten schon ganz gut vorstellen können. Gerade jetzt, in den wärmer werdenden Tagen, erwacht die Stadt auch immer mehr zum Leben. Die Stadt hat mit ihren Bewohnern einfach ihren ganz eigenen Flair. 

Wie vielleicht einige wissen, sind die Einkommen in Ungarn deutlich geringer, wie in anderen Ländern in der EU. Das ist an sich auch kein Problem und stellt auch keinerlei Schwierigkeiten für das Auslandssemester dar. Jedoch muss ich persönlich sagen, dass ich von der tatsächlichen Höhe mancher Gehälter dennoch sehr erschrocken war. Wenn man das Thema einen Kulturschock nennen kann, stellt dies für mich den größten dar. Im Vergleich mit den Preisen im Supermarkt, die ähnlich zu Deutschland sind, fehlt einfach das Verhältnis – der Lebensunterhalt für Einheimische ist also gar nicht so billig. 

Auf meinen Bilder gibt es diesmal ein paar Eindrücke von einem Teil meiner Ausflüge zu sehen. Budapest stellt für viele Ziele im südöstlichen Europa einen optimalen Ausgangspunkt dar.  Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass ich mit meinem zweiten Beitrag einen weiteren Einblick in meine Zeit in Budapest geben konnte. Hiermit verabschiede ich mich auch schon wieder und melde mich mit meinem dritten und letzten Beitrag über mein Auslandssemester nochmal zurück, wenn ich wieder in Deutschland bin. 

Viszontlátásra!

Die Christian Bürkert Stiftung

Das Stipendium der Bürkert Stiftung, welches in Zusammenarbeit mit der Stiftung Pro DHBW Mosbach verliehen werden kann, fördert Studierende aus dem Bereich Technik während ihres Auslandssemesters. Die Stipendiaten zeichnen sich insbesondere durch ihr fachliches Können aus, setzen sich persönlich für die Belange der Allgemeinheit ein und sind sozial engagiert, an der DHBW oder auch außeruniversitär. Des Weiteren wird bei der Vergabe der finanzielle Bedarf der Studierenden berücksichtigt.

Weitere Informationen zur Christian Bürkert Stiftung gibt es hier.

BME Budapest