// Mehr Praxis geht nicht

Entwicklung eines ferngesteuerten Geländefahrzeugs

Ein Fahrzeug für schwieriges Gelände, das nicht nur komplett ferngesteuert, sondern zukünftig sogar autonom fahren kann? Im Studienarbeitslabor der DHBW Mosbach arbeitet ein interdisziplinäres studentisches Team an diesem Projekt.

Von Redaktion DHBW Mosbach

Das Team um den ehemaligen Mosbacher Maschinenbau-Studenten Adrian Stenzel entwickelte und fertigte dafür in den letzten Semestern Komponenten. Im Sommersemester 2019 standen das Chassis und die Antriebe auf dem Programm. Die Studenten arbeiten sich hierbei zunächst in die klassischen theoretischen Themen des Maschinen- und Fahrzeugbaus wie Auslegung und Berechnung der Rahmenkonstruktion und Antriebe ein. Hinzu kamen Aufgaben aus der Mechatronik wie Steuerungstechnik und Sensorik.

https://youtu.be/RXmSJ1bh3-s
 

Praktisch wurde es für die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure mit der Fertigung und dem Test der Komponenten und Teile. Der normale Vorlesungsplan wurde ergänzt durch Einführungen ins Schweißen, Drehen , Fräsen und ins Programmieren – alles Kenntnisse, die die Studierenden auch später für die Entwicklung eines Prototypen brauchen.

In Etappen entstand so ein komplett ferngelenktes Geländefahrzeug im Maßstab von 1:3. Der Entwurf lehnte sich dabei an den vollverschränkbaren Aufbau des bekannten Unimog-Fahrwerks an und verspricht, so ist sich das Team sicher, enorme Leistungsfähigkeit in unebenem Gelände. Langfristig soll das Fahrzeug ein Versuchsträger zur Erprobung unterschiedlichster Sensor- und Steuerungsmöglichkeiten und autonome Fahrversuche nicht nur auf asphaltierten Straßen, sondern im Gelände werden. Und wer weiß, der nächste Mond-Rover könnte irgendwann aus Mosbach kommen.