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"Eine besondere Erasmus-Mentalität"

Mein Name ist Maximilian und ich studiere an der DHBW in Mosbach Wirtschaftsingenieurwesen mit der Vertiefung internationale Produktion und Logistik. Mit meinen 19 Jahren habe ich mich im dritten Semester dafür entschieden, mich auf ein Auslandssemester zu bewerben. Diese Entscheidung ist mir keinesfalls leicht gefallen. Dennoch haben nach einigen Überlegungen die Vorteile den Nachteilen klar überwogen. Somit stand das Ziel für meinen Auslandsaufenthalt nun fest – es geht für mich ab Ende Januar für fünf Monate nach Budapest, in die Hauptstadt Ungarns.

Von Redaktion DHBW Mosbach

Meine Motivation für ein Auslandssemester liegt darin, einfach mal was neues zu erleben. Neben einer positiven Ergänzung im Lebenslauf, wollte ich auch neue Kulturen und Leute kennenlernen und vor allem meine Englischkenntnisse aufbessern.

Die Kursbelegung stellte sich am Anfang etwas schwieriger dar, da wir mit unserem Studiengang immer zwischen den verschieden Fakultäten (Technik und Wirtschaft) unterwegs sind. Das was im Vorfeld noch nicht geklärt werden konnte, klärte sich jedoch problemlos in der ersten Woche.

Die ersten Tage in meiner neuen Heimat waren keinesfalls einsam oder gar langweilig. Die Organisation ESN (Erasmus Student Network) wird hier aus einheimischen Studenten gebildet, die sich zur Aufgabe machten, als Mentoren für die Gaststudenten zu agieren. Das Ziel der Mentoren bzw. der ESN allgemein ist ein unvergesslicher Aufenthalt für alle Gaststudenten. Dies wird durch ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm garantiert. Dabei stand vor allem in der ersten Woche das Kennenlernen von Kommilitonen an vorderster Stelle. In der „Orientation-Week“ wurde neben dem umfangreichen Freizeitprogramm auch das Organisatorische für die Uni geregelt, sodass es in der zweiten Woche in Ungarn reibungslos mit den Vorlesungen losgehen konnte.

Der Campus

Da wir schon in der ersten Woche etwas am Campus herumgeführt wurden, wurde das Chaos der Verwirrung in den ersten Tagen so weit wie möglich minimiert. Dazu muss man wissen, dass der Campus im Vergleich zur DHBW in Mosbach ganz andere Dimensionen hat. Auch die Raumnummern setzen sich in verschiedenen Gebäuden verschieden zusammen (teilweise historisch bedingt). Diese Dinge sind aber ganz normal und legten sich auch schon in den ersten Tagen.

Die Universität teilt sich in verschieden alte Gebäude ein. Die einen sind schon historisch und gehören zur Kultur Budapests, bzw. zur „view“ von der Donau aus, die anderen sind erst vor kurzem erbaut worden und sind auf dem neusten Stand der Technik. Aber auch in den älteren Gebäuden wurde deutlich in die technische Infrastruktur investiert. Bei den meisten Dozenten wird in der Vorlesung auch aktiv auf technische Hilfsmittel zurückgegriffen, wie zum Beispiel eine schnelle Online-Umfrage übers Smartphone mit anschließender Auswertung, etc.

Ein internationaler Freundeskreis

Da ich bei den Events der ersten Woche oder auch in der Uni viele neue Leute kennenlernte, baute ich ganz schnell einen internationalen Freundeskreis auf. Jeder der Teilnehmer ist aufgeschlossen, da am Anfang keiner jemanden kannte, aber jeder neue Leute kennenlernen wollte. Das ist das, was Erasmus zum Teil auch auszeichnet – offene und freundliche Leute. Es ist einfach eine besondere Erasmus-Mentalität unter allen Teilnehmern.

So lernte ich auch schnell verschiedene neue Kulturen kennen. Dabei muss ich sagen, dass ich mit jedem gut auskomme und dass dies echt Erfahrungen sind, die mir keiner mehr nehmen kann – einige Kulturen sind tatsächlich anders als erwartet. Trotzdem muss ich auch sagen, dass man als Deutscher oft etwas Geduld mitbringen muss. Das liegt daran, dass andere Länder den Aspekt mit der Pünktlichkeit nicht immer so eng sehen.

Zusammenfassend kann ich nach den ersten vier Wochen auf jeden Fall schon sagen, dass ich das Auslandssemester keinesfalls bereue und jedem, der auch mit dem Gedanken spielt, das ganze nur sehr empfehlen kann.

Die Christian Bürkert Stiftung

Das Stipendium der Bürkert Stiftung, welches in Zusammenarbeit mit der Stiftung Pro DHBW Mosbach verliehen werden kann, fördert Studierende aus dem Bereich Technik während ihres Auslandssemesters. Die Stipendiaten zeichnen sich insbesondere durch ihr fachliches Können aus, setzen sich persönlich für die Belange der Allgemeinheit ein und sind sozial engagiert, an der DHBW oder auch außeruniversitär. Des Weiteren wird bei der Vergabe der finanzielle Bedarf der Studierenden berücksichtigt.

Weitere Informationen zur Christian Bürkert Stiftung gibt es hier.