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Blogbeitrag #2, Halbzeit: Von Prüfungen und Viren – Das Studium in Quarantäne

Mein Name ist Kai und ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ an der DHBW Mosbach am Campus Bad Mergentheim. Da ich mein Studium an der DHBW direkt nach dem Abitur begonnen habe und zwischen Studium und Schule auch nicht im Ausland war wollte ich unbedingt während des Studiums erste Auslandserfahrungen sammeln.

Von Redaktion DHBW Mosbach

Seit unserer Ankunft in England am 12. Januar, d.h. vor circa drei Monaten, ist einiges passiert. Im Februar hatten wir noch die Möglichkeit unter anderem Birmingham zu besuchen, die zweitgrößte Stadt des Vereinigten Königreichs. Obwohl es sehr windig war und einige Sehenswürdigkeiten unter Rekonstruktion standen konnten wir die Stadt dennoch genießen, die Straßen entlang des Kanals und die Bibliothek mit Aussichtsplattform waren besonders schön. Aufgrund der günstigen, zentralen Lage Stokes, welche sich optimal zum Reisen eignet, und meiner Wenigkeit besuchte mich meine Familie im Februar für eine Woche, gemeinsam konnten wir beispielsweise ein Fußballspiel des Traditionsvereins Stoke City ansehen. Anfang März haben wir uns für drei Nächte von Donnerstag bis Sonntag in der Hauptstadt London eingenistet. Freitags sind wir von morgens bis abends über 20 Kilometer gelaufen, um alle Sehenswürdigkeiten anzusehen. Hier kann ich vor allem eine geführte Tour durch „Shakespeare's Globe“ Theater und die kostenlose Aussichtsplattform „The Garden at 120“ empfehlen.

 

Nach unserem Trip nach London konnten wir in unserer Gruppe immer deutlichere Signale aus Deutschland, Italien und Spanien wahrnehmen, denn aus den anfänglichen Scherzen über die Hamsterkäufe oder die „starke Grippe“ ausgelöst durch das Corona-Virus wurde vermehrt Sorge. Nach und nach wurde auch ein England klar, dass man auf der Insel nicht vom Corona-Virus verschont bleiben würde. Schlussendlich wurden die öffentlichen Einrichtungen immer mehr heruntergefahren, unsere Universität begann am 23. März mit den Online Vorlesungen. Hier haben wir Glück im Unglück gehabt, da wir in diesem Semester all unsere geplanten Prüfungsleistungen weiterhin ohne allzu große Umstände online ablegen können und somit die Verschiebung dieser Prüfungen, wie mancherorts bei meinen Kollegen in Deutschland, nicht stattfinden muss. Die Online Vorlesungen funktionieren weitestgehend problemlos, und da man diese von zuhause aus erledigt werden haben manche Studenten unserer Internationals-Gruppe entschieden, den Heimweg anzutreten solange das Fliegen noch problemlos möglich ist. Nach drei Monaten Studium an der Staffordshire University wird das Erstellen der Assignments in englischer Sprache immer mehr zum Routinevorgang, aus meiner Sicht eine deutliche Veränderung zwischen Januar und Heute.

 

Nun ist es bereits April, die Zeit wurde umgestellt und die Temperaturen steigen so langsam. Gerade jetzt wo hier in England zum ersten Mal die Sonne richtig scheint ist es natürlich schwierig die Regularien hinzunehmen, da die Regierung pro Person eine Stunde am Tag außerhalb des Grundstücks erlaubt. Dennoch merkt man, dass sich die Menschen nach den Berichten aus Spanien und Italien und der Erkrankung des Premierministers Boris Johnson an die Regeln halten und nicht über diese hinwegsehen – auch bei diesem schönen Wetter.

 

 

Blogbeiträge

Hier findet ihr meinen ersten Blogbeitrag

Christian Bürkert Stiftung

Das Stipendium der Bürkert Stiftung, welches in Zusammenarbeit mit der Stiftung Pro DHBW Mosbach verliehen werden kann, fördert Studierende aus dem Bereich Technik während ihres Auslandssemesters. Die Stipendiaten zeichnen sich insbesondere durch ihr fachliches Können aus, setzen sich persönlich für die Belange der Allgemeinheit ein und sind sozial engagiert, an der DHBW oder auch außeruniversitär. Des Weiteren wird bei der Vergabe der finanzielle Bedarf der Studierenden berücksichtigt.

Weitere Informationen zur Christian Bürkert Stiftung gibt es hier.

Staffordshire university