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Back in Germany

Ich bin Denise und habe etwa vier Monate an der Griffith University in Australien studiert. Vor ein paar Tagen bin ich nach Hause geflogen und habe die aufregende Zeit in einem anderen Land hinter mir gelassen. Meine ersten Blogbeitrag findet ihr hier, den zweiten hier.

Von Redaktion DHBW Mosbach

#Fazit

Generell habe ich das Gefühl, dass ich mein Auslandssemester in zwei Bereiche unterteilen kann. 

Zunächst einmal war der Start eine besondere Herausforderung für mich. Australien bedeutete für mich eine große Umstellung, von der Art und Weise, wie ich studiere und lebe, aber auch die Tatsache, dass ich allein unter Stress wichtige organisatorische Punkte, wie Wohnen und Finanzierung, klären musste.

Der zweite Teil meines Auslandssemesters verlief dagegen recht positiv. Nachdem man sich an die neue Situation gewöhnt hatte, wurde alles plötzlich einfacher. So lernt man schnell, sich selbst zu organisieren und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Mit einem Mal habe ich das Gefühl, dass es viel einfacher ist, Entscheidungen zu treffen oder Probleme zu lösen und dabei auch unter Druck geduldig zu bleiben. Auch im Umgang mit anderen Menschen und Kulturen bin ich selbstbewusster und erfahrener geworden. Ich habe unendlich viele Studenten aus anderen Ländern kennen gelernt und bemerkte zum Beispiel, wie unterschiedlich sich Japaner und Franzosen in ihrer Freizeit und im Studium verhalten. Das Sprechen auf Englisch wurde ohnehin schon so zur Gewohnheit, dass man der Familie manchmal versehentlich in einer Nachricht auf Englisch statt auf Deutsch geantwortet hat.  

#Was hat mir geholfen?

Von zu Hause aus wurde ich immer sehr unterstützt. Sobald man einen Tiefpunkt und Heimweh hatte, war es nicht schwer, mit Eltern oder Freunden zu telefonieren. Man merkt schnell, dass die Technologie einem das Gefühl geben kann, nicht allein zu sein, auch wenn man auf der anderen Seite der Welt ist.

Die Förderung durch meine Arbeit bei Warema hat mir auch sehr geholfen. Diese haben mir das Auslandssemester erst ermöglicht und mich dazu ermutigt. Aber auch während des Studiums konnte ich bei Projekten stets auf Unterstützung von Arbeitskollegen bauen.

Eine weitere wichtige Stütze war das Stipendium der Christian-Bürkert-Stiftung, das mir nicht nur finanziell half. Die Tatsache, dass meine Noten aber auch mein sozialer Beitrag an der Hochschule und bei der Tafel dazu beigetragen haben, macht mich stolz, zeigt mir aber auch, dass man immer etwas zurückbekommt, wenn man sich engagiert.  

#Der Abschied

Am verrücktesten war es, sich wieder von Australien zu verabschieden. So wie ich Deutschland mit einem unangenehmen Gefühl verließ, so verließ ich auch mein neues zweites Zuhause mit Tränen in den Augen. Natürlich freue ich mich darauf, in den deutschen Alltag zurückzukehren und meine Familie und Freunde wiederzusehen. Jedoch habe ich auch Australien lieben gelernt. Die unglaublich schöne Umgebung, fantastische neue Freunde und ein völlig anderes Leben kann man nur schweren Herzens zurücklassen.

Trotz anfänglicher Vorbehalte und einer schwierigen Anfangsphase bin ich unglaublich glücklich, die Möglichkeit gehabt zu haben, in einem anderen Land, und vor allem in Australien, zu studieren.

Ich würde die Entscheidung nach Australien zu gehen, immer wieder so treffen und kann allen anderen Studenten nur empfehlen, eine solche Erfahrung zu machen......

Die Christian Bürkert Stiftung

Das Stipendium der Bürkert Stiftung, welches in Zusammenarbeit mit der Stiftung Pro DHBW Mosbach verliehen werden kann, fördert Studierende aus dem Bereich Technik während ihres Auslandssemesters. Die Stipendiaten zeichnen sich insbesondere durch ihr fachliches Können aus, setzen sich persönlich für die Belange der Allgemeinheit ein und sind sozial engagiert, an der DHBW oder auch außeruniversitär. Des Weiteren wird bei der Vergabe der finanzielle Bedarf der Studierenden berücksichtigt.

Weitere Informationen zur Christian Bürkert Stiftung gibt es hier.

Griffith University, Brisbane, Australien