Auslandseinsatz bei der Bechtle AG in Brüssel

Erfahrungsbericht über meinen Auslandseinsatz der Bechtle AG in Brüssel (17.02. – 17-04-2020)

Hallo zusammen, ich heiße Aylin und studiere BWL – Handel an der DHBW in Mosbach. Da ich meinen Studienschwerpunkt auf den internationalen Handel gesetzt habe, war für mich schnell klar, dass ich ein Auslandspraktikum während meiner Praxisphase absolvieren möchte. Ich habe mich dazu entschlossen das 5. Praxissemester am belgischen Standort der Bechtle AG zu absolvieren. Nämlich bei Bechtle NV in Brüssel.

 

Von Redaktion DHBW Mosbach

Mein Interesse für andere Sprachen, Länder und Kulturen waren ausschlaggebend dafür, meinen Schwerpunkt auf den internationalen Handel zu setzen. So ergab sich für mich die Möglichkeit, die Interessen mit meinem Studium zu verbinden.

Dass ich während meines Studiums nicht nur während der Theoriephase einen Auslandsaufenthalt anstrebe, sondern auch das Interesse am Arbeiten im Ausland habe, stand für mich früh fest. Letztes Jahr habe ich ein Theoriesemester an der Chung-Ang University in Seoul, Südkorea studiert. Dieses Jahr stand dann das Auslandspraktikum in Brüssel an. Diesen Aufenthalt habe ich über mein Unternehmen organisiert und absolviert.

Vorbereitungen:

Die Vorbereitungen für das Auslandspraktikum waren überschaubar. Bei der zentralen Ausbildungsleitung hatte ich den Wunsch nach einem Auslandspraktikum geäußert. Anschließend wurde ein Gespräch mit der Ausbilderin darüber geführt, welche Kriterien seitens der Bechtle AG erfüllt sein müssen, um ein Auslandspraktikum absolvieren zu dürfen. Da für mich alle Kriterien erfüllt waren, stellte sich anschließend die Frage, an welchem Standort ich letztendlich gerne arbeiten möchte. Eine große Hilfe waren hierbei die Erfahrungsberichte über vorherige Studenten. Zusätzlich hatte ich im letzten Jahr ein Theoriesemester im Ausland verbracht und dort Freunde aus Belgien kennen gelernt. Daher fiel meine Entscheidung schnell auf Brüssel.

Für die Suche nach einer geeigneten Unterkunft half mir meine Ansprechpartnerin bzw. Betreuerin aus Bechtle NV Brussels. Sie sendete mir einige Links zur Recherche. Aber auch auf Facebook findet man einige Inserate, wie z.B. BRUSSELS FOR RENT, oder Wonen in Brussels. Die Suche nach einer Unterkunft gestaltete sich als sehr schwierig, da die Vermietungen i.d.R. für eine längeren Zeitraum (mindestens 3 Monate) angestrebt werden. Somit ist es mit einem Aufenthalt von 2 Monaten nicht gerade einfach etwas passendes zu finden. Daher muss man sich auf eine zeitintensive Recherche einstellen und am Besten sobald der Standortaufenthalt feststeht, sich nach Unterkünften umgucken. Wenn du gerne zentral in Brüssel leben möchtest wären die Orte Shaerbeek oder Ixelles genau das richtige für dich. Meine Unterkunft fand ich über Facebook und die Besichtigung hierzu hatte ich über Skype. Anschließend erhielt ich den Mietvertrag per E-Mail und sendete sie unterschreieben an den Vermieter zurück. Die 3er WG teilte ich mir mit 2 Mädels aus Portugal. Die Wohnung befand sich nicht direkt im Standzentrum sondern 15-20 Minuten mit der U-Bahn vom Stadtzentrum entfernt. Die Miete betrug 500 Euro, und war für belgische Verhältnisse relativ preiswert.

Erasmus +:

Wie bereits erwähnt, sind die Mietpreise nicht gerade niedrig, allerdings muss man mit solche Preise in Brüssel rechnen, da die Stadt sehr international geprägt ist und Menschen aus aller Welt anreisen. Da auch neben der Miete Transportkosten, Lebensmittel und sonstige Kosten aufkommen, war ich sehr froh über ein Förderprogramm für Auslandspraktikanten zu hören. Die DHBW hat eine Ansprechperson, die sich um das sogenannte Erasmus+ kümmert. Nach der Kontaktaufnahme, erhielt ich alle notwendigen Informationen rund um die Förderung. Belgien zählt zur Ländergruppe 2, somit besteht ein Anspruch auf eine monatliche Förderung in Höhe von 390 €. Hierzu musste ich ein Sprachtest absolvieren und einige Dokumente ausfüllen lassen. Anleitungen und Hinweise zu den Dokumenten werden ausführlich von der Ansprechperson erläutert. Auch nach der Rückkehr, muss man einige Dokumente ausfüllen lassen und nochmals einen Sprachtest absolvieren, um die letzte Rate der Förderung zu erhalten.

Ankunft in Brüssel:

Am 15. Februar ging es für mich dann los nach Brüssel. Ich entschied mich dazu, mit meinem eigenen Auto anzureisen, da ich zum einen Garagenstellplatz zur Verfügung gestellt bekommen hatte und zum anderen es für mich persönlich bequemer war mit all dem Gepäck nach Brüssel anzureisen. Die Autofahrt betrug rund 5 Stunden. Empfehlen kann ich die App Waze, die Mobile Blitzer, Standblitzer und sonstige Gefahren aufzeigt.  Da ich Samstags in Brüssel ankam, hatte ich die Möglichkeit Abends mit meiner Mitbewohnerin die Stadt zu erkunden. Hierbei lernte ich durch eine WG Party auch andere Studenten im Rahmen des Erasmus Programms kennen. Montags hatte ich meinen ersten Arbeitstag in Brüssel NV. Mit der Metro fuhr ich mit einer direkten Verbindung ins Europaviertel, wo Bechtle Brüssel auch stationiert ist. Das Büro befindet sich in einem co-working space, das bedeutet, dass mehrere Unternehmen und Freelancer in diesem Gebäude ihr Büro haben. Das Europäische Parlament befindet sich nur wenige hundert Meter von unserem Büro entfernt.

Bechtle Brüssel NV

Mit ihrer regionalen Präsenz und überregionalen Stärke, ist Bechtle Brüssel Ansprechpartner für Agenturen, Institutionen und Einrichtungen der Europäischen Union. 2011 wurde daher dieser Bereich gegründet, um sich bestens auf die 50 EU-Institutionen und 30 Dienststellen in 28 (mittlerweile 27 Ländern) zu konzentrieren. Bechtle Brüssel besteht aus ca. 25 Mitarbeitern, die Abteilung ist in den vergangenen Monaten stark gewachsen und wir sich auch weiterhin in den nächsten Monaten vergrößern. Innerhalb der Abteilung gibt es drei Teams bzw. Bereiche. Das Client Solutions Team, dass MEQ IV beinhaltet und für das mobile Equipment zuständig ist. Das Software Solutions Team, dass für SIDE II zuständig ist und für Lizenzen und Softwareprogramme zuständig ist. Sowie das Data Center Solutions Team, dass für DIS zuständig ist und für die Database zuständig ist. Alle drei Teams haben das Ziel, ihre Kunden zu unterstützen und Bestellungen für sie auszuführen, ihnen bei Problemen weiterzuhelfen und innerhalb des Rahmenvertrags den vereinbarten Kundenservice zu gewährleisten. Zu Beginn wurde ich jedem Team vorgestellt und bekam einen Einblick über die Aufgaben und die Struktur von Bechtle Brüssel. Meine Aufgabe war es, das SIDE II zu unterstützen. Das Team besteht aus 6 Mitarbeitern. Zu meinen Daily Doings gehörten Kundenanfragen und Lieferantenanfragen zu bearbeiten, sowie die Angebots-und Auftragserstellung.

Im Team wurde ich herzlich aufgenommen. Jeder unterstütze jeden anderen und es herrschte eine lockere und angenehme Atmosphäre. Die ersten Wochen vergingen wie im Flug.

Leben in Brüssel

Brüssel ist eine vielfältige Stadt, in der viele verschiedene Nationalitäten aufeinander treffen. Hier kann man viel unternehmen und trotzdem ist die Stadt nicht allzu groß. Man kann beinahe fast alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen, aber auch ein gutes Tram oder Metro Netz ist vorhanden. Am Wochenende kann man Museen besuchen, auf verschiedene Märkte gehen, das Atomium besichtigen, shoppen gehen oder auch einfach auf dem Grand Place, das Herzstück von Brüssel, bummeln und das Geschehen beobachten. Brüssel bzw. Belgien ist bekannt für Schokolade, Pralinen oder auch ihre Waffeln. Dementsprechend gibt es eine Vielzahl an Chocolatiers und Waffel Shops. Aber auch für ihre Vielfalt an Biersorten ist Belgien bekannt. Das Delirium ist hierbei eine der touristischen Attraktionen in Brüssel. In dieser Bar werden mehr als 2000 verschiedene Biersorten angeboten und hat somit einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde verdient. Neben den Sehenswürdigkeiten die ich innerhalb paar Tagen durchgeklappert hatte, habe ich mir zudem die Stadt Gent und Brügge, das auch als „Venedig des Nordens“ bekannt ist, besucht. Auch diese Städte sind definitiv einen Besuch wert. Zudem bin ich auch für ein Wochenende nach Amsterdam gereist, dass mit einer Busfahrt von 1,5 Stunden definitiv ein Muss ist.

Erwähnenswert ist auch, dass in Brüssel im Alltag zwei Sprachen gesprochen werden. Das sind einmal Französisch und einmal Flämisch (niederländisch). Alle Schilder sind sowohl in Französisch als auch auf flämisch ausgeschildert. Auch gibt es französische und niederländische Schulen. Die offiziellen Amtssprachen in Belgien sind somit Niederländisch, Französisch und Deutsch. Jedoch wird in Brüssel vermehrt Englisch im Business Umfeld gesprochen, da die Stadt stark international geprägt ist.

Aufgrund der Covid-19 Pandemie hatte ich leider nur die Möglichkeit 4 Wochen in der Belgischen Hauptstadt zu verbringen. Am 13. März, nachdem die belgische Regierung ihre Maßnahmen zur Bewältigung der Corona Pandemie eingeleitet hatte, hatte sich Bechtle Brüssel NV dazu entschlossen, ihre Büros zu schließen und ab sofort im Home Office zu arbeiten. Da für mich zu der Zeit nicht klar war, wie es weiter geht und auch eine Ungewissheit über weitere Maßnahmen, sowie Grenzschließungen herrschte, hatte ich mich nach Absprache mit meiner Ausbilderin dazu entschlossen nach Deutschland zurück zu reisen und mein Praktikum weiterhin vom Home Office aus weiter zu führen. Sowohl für meine Team Kollegen als auch für mich, war es eine ganz neue Situation. Dennoch bin ich dankbar dafür, dass es ohne Probleme machbar war, und auch die belgischen Kollegen mich hierbei unterstützt hatten. Somit konnte ich das Praktikum weiterhin fortführen. Täglich wurden Videokonferenzen geführt, sodass man weiterhin mit seinen Kollegen in Kontakt stehen konnte. Zwar konnte ich mich nicht persönlich von meinen Team Kollegen verabschieden, aber auch ein Umtrunk per Videokonferenz mit allen Mitarbeitern des Standorts wird mir immer in Erinnerung bleiben.

Ich kann jedem eine Praxisphase im Ausland empfehlen. In Brüssel sind viele Studenten und Praktikanten aus ganz Europa. Somit hat man die Möglichkeit viele neue Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen kennen zu lernen. Vor Allem für junge Menschen hat die Stadt Brüssel einiges zu bieten. Auch wenn es mit viel Vorbereitungen verbunden ist, lohnt es sich. Ich habe neue tolle Kollegen kennen lernen dürfen und die Möglichkeit erhalten in einem internationalen Team für europäische Institutionen zu arbeiten.

Mein Interesse für andere Sprachen, Länder und Kulturen waren ausschlaggebend dafür, meinen Schwerpunkt auf den internationalen Handel zu setzen. So ergab sich für mich die Möglichkeit, die Interessen mit meinem Studium zu verbinden.

Dass ich während meines Studiums nicht nur während der Theoriephase einen Auslandsaufenthalt anstrebe, sondern auch das Interesse am Arbeiten im Ausland habe, stand für mich früh fest. Letztes Jahr habe ich ein Theoriesemester an der Chung-Ang University in Seoul, Südkorea studiert. Dieses Jahr stand dann das Auslandspraktikum in Brüssel an. Diesen Aufenthalt habe ich über mein Unternehmen organisiert und absolviert.

Vorbereitungen:

Die Vorbereitungen für das Auslandspraktikum waren überschaubar. Bei der zentralen Ausbildungsleitung hatte ich den Wunsch nach einem Auslandspraktikum geäußert. Anschließend wurde ein Gespräch mit der Ausbilderin darüber geführt, welche Kriterien seitens der Bechtle AG erfüllt sein müssen, um ein Auslandspraktikum absolvieren zu dürfen. Da für mich alle Kriterien erfüllt waren, stellte sich anschließend die Frage, an welchem Standort ich letztendlich gerne arbeiten möchte. Eine große Hilfe waren hierbei die Erfahrungsberichte über vorherige Studenten. Zusätzlich hatte ich im letzten Jahr ein Theoriesemester im Ausland verbracht und dort Freunde aus Belgien kennen gelernt. Daher fiel meine Entscheidung schnell auf Brüssel.

Für die Suche nach einer geeigneten Unterkunft half mir meine Ansprechpartnerin bzw. Betreuerin aus Bechtle NV Brussels. Sie sendete mir einige Links zur Recherche. Aber auch auf Facebook findet man einige Inserate, wie z.B. BRUSSELS FOR RENT, oder Wonen in Brussels. Die Suche nach einer Unterkunft gestaltete sich als sehr schwierig, da die Vermietungen i.d.R. für eine längeren Zeitraum (mindestens 3 Monate) angestrebt werden. Somit ist es mit einem Aufenthalt von 2 Monaten nicht gerade einfach etwas passendes zu finden. Daher muss man sich auf eine zeitintensive Recherche einstellen und am Besten sobald der Standortaufenthalt feststeht, sich nach Unterkünften umgucken. Wenn du gerne zentral in Brüssel leben möchtest wären die Orte Shaerbeek oder Ixelles genau das richtige für dich. Meine Unterkunft fand ich über Facebook und die Besichtigung hierzu hatte ich über Skype. Anschließend erhielt ich den Mietvertrag per E-Mail und sendete sie unterschreieben an den Vermieter zurück. Die 3er WG teilte ich mir mit 2 Mädels aus Portugal. Die Wohnung befand sich nicht direkt im Standzentrum sondern 15-20 Minuten mit der U-Bahn vom Stadtzentrum entfernt. Die Miete betrug 500 Euro, und war für belgische Verhältnisse relativ preiswert.

Erasmus +:

Wie bereits erwähnt, sind die Mietpreise nicht gerade niedrig, allerdings muss man mit solche Preise in Brüssel rechnen, da die Stadt sehr international geprägt ist und Menschen aus aller Welt anreisen. Da auch neben der Miete Transportkosten, Lebensmittel und sonstige Kosten aufkommen, war ich sehr froh über ein Förderprogramm für Auslandspraktikanten zu hören. Die DHBW hat eine Ansprechperson, die sich um das sogenannte Erasmus+ kümmert. Nach der Kontaktaufnahme, erhielt ich alle notwendigen Informationen rund um die Förderung. Belgien zählt zur Ländergruppe 2, somit besteht ein Anspruch auf eine monatliche Förderung in Höhe von 390 €. Hierzu musste ich ein Sprachtest absolvieren und einige Dokumente ausfüllen lassen. Anleitungen und Hinweise zu den Dokumenten werden ausführlich von der Ansprechperson erläutert. Auch nach der Rückkehr, muss man einige Dokumente ausfüllen lassen und nochmals einen Sprachtest absolvieren, um die letzte Rate der Förderung zu erhalten.

Ankunft in Brüssel:

Am 15. Februar ging es für mich dann los nach Brüssel. Ich entschied mich dazu, mit meinem eigenen Auto anzureisen, da ich zum einen Garagenstellplatz zur Verfügung gestellt bekommen hatte und zum anderen es für mich persönlich bequemer war mit all dem Gepäck nach Brüssel anzureisen. Die Autofahrt betrug rund 5 Stunden. Empfehlen kann ich die App Waze, die Mobile Blitzer, Standblitzer und sonstige Gefahren aufzeigt.  Da ich Samstags in Brüssel ankam, hatte ich die Möglichkeit Abends mit meiner Mitbewohnerin die Stadt zu erkunden. Hierbei lernte ich durch eine WG Party auch andere Studenten im Rahmen des Erasmus Programms kennen. Montags hatte ich meinen ersten Arbeitstag in Brüssel NV. Mit der Metro fuhr ich mit einer direkten Verbindung ins Europaviertel, wo Bechtle Brüssel auch stationiert ist. Das Büro befindet sich in einem co-working space, das bedeutet, dass mehrere Unternehmen und Freelancer in diesem Gebäude ihr Büro haben. Das Europäische Parlament befindet sich nur wenige hundert Meter von unserem Büro entfernt.

Bechtle Brüssel NV

Mit ihrer regionalen Präsenz und überregionalen Stärke, ist Bechtle Brüssel Ansprechpartner für Agenturen, Institutionen und Einrichtungen der Europäischen Union. 2011 wurde daher dieser Bereich gegründet, um sich bestens auf die 50 EU-Institutionen und 30 Dienststellen in 28 (mittlerweile 27 Ländern) zu konzentrieren. Bechtle Brüssel besteht aus ca. 25 Mitarbeitern, die Abteilung ist in den vergangenen Monaten stark gewachsen und wir sich auch weiterhin in den nächsten Monaten vergrößern. Innerhalb der Abteilung gibt es drei Teams bzw. Bereiche. Das Client Solutions Team, dass MEQ IV beinhaltet und für das mobile Equipment zuständig ist. Das Software Solutions Team, dass für SIDE II zuständig ist und für Lizenzen und Softwareprogramme zuständig ist. Sowie das Data Center Solutions Team, dass für DIS zuständig ist und für die Database zuständig ist. Alle drei Teams haben das Ziel, ihre Kunden zu unterstützen und Bestellungen für sie auszuführen, ihnen bei Problemen weiterzuhelfen und innerhalb des Rahmenvertrags den vereinbarten Kundenservice zu gewährleisten. Zu Beginn wurde ich jedem Team vorgestellt und bekam einen Einblick über die Aufgaben und die Struktur von Bechtle Brüssel. Meine Aufgabe war es, das SIDE II zu unterstützen. Das Team besteht aus 6 Mitarbeitern. Zu meinen Daily Doings gehörten Kundenanfragen und Lieferantenanfragen zu bearbeiten, sowie die Angebots-und Auftragserstellung.

Im Team wurde ich herzlich aufgenommen. Jeder unterstütze jeden anderen und es herrschte eine lockere und angenehme Atmosphäre. Die ersten Wochen vergingen wie im Flug.

Leben in Brüssel

Brüssel ist eine vielfältige Stadt, in der viele verschiedene Nationalitäten aufeinander treffen. Hier kann man viel unternehmen und trotzdem ist die Stadt nicht allzu groß. Man kann beinahe fast alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen, aber auch ein gutes Tram oder Metro Netz ist vorhanden. Am Wochenende kann man Museen besuchen, auf verschiedene Märkte gehen, das Atomium besichtigen, shoppen gehen oder auch einfach auf dem Grand Place, das Herzstück von Brüssel, bummeln und das Geschehen beobachten. Brüssel bzw. Belgien ist bekannt für Schokolade, Pralinen oder auch ihre Waffeln. Dementsprechend gibt es eine Vielzahl an Chocolatiers und Waffel Shops. Aber auch für ihre Vielfalt an Biersorten ist Belgien bekannt. Das Delirium ist hierbei eine der touristischen Attraktionen in Brüssel. In dieser Bar werden mehr als 2000 verschiedene Biersorten angeboten und hat somit einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde verdient. Neben den Sehenswürdigkeiten die ich innerhalb paar Tagen durchgeklappert hatte, habe ich mir zudem die Stadt Gent und Brügge, das auch als „Venedig des Nordens“ bekannt ist, besucht. Auch diese Städte sind definitiv einen Besuch wert. Zudem bin ich auch für ein Wochenende nach Amsterdam gereist, dass mit einer Busfahrt von 1,5 Stunden definitiv ein Muss ist.

Erwähnenswert ist auch, dass in Brüssel im Alltag zwei Sprachen gesprochen werden. Das sind einmal Französisch und einmal Flämisch (niederländisch). Alle Schilder sind sowohl in Französisch als auch auf flämisch ausgeschildert. Auch gibt es französische und niederländische Schulen. Die offiziellen Amtssprachen in Belgien sind somit Niederländisch, Französisch und Deutsch. Jedoch wird in Brüssel vermehrt Englisch im Business Umfeld gesprochen, da die Stadt stark international geprägt ist.

Aufgrund der Covid-19 Pandemie hatte ich leider nur die Möglichkeit 4 Wochen in der Belgischen Hauptstadt zu verbringen. Am 13. März, nachdem die belgische Regierung ihre Maßnahmen zur Bewältigung der Corona Pandemie eingeleitet hatte, hatte sich Bechtle Brüssel NV dazu entschlossen, ihre Büros zu schließen und ab sofort im Home Office zu arbeiten. Da für mich zu der Zeit nicht klar war, wie es weiter geht und auch eine Ungewissheit über weitere Maßnahmen, sowie Grenzschließungen herrschte, hatte ich mich nach Absprache mit meiner Ausbilderin dazu entschlossen nach Deutschland zurück zu reisen und mein Praktikum weiterhin vom Home Office aus weiter zu führen. Sowohl für meine Team Kollegen als auch für mich, war es eine ganz neue Situation. Dennoch bin ich dankbar dafür, dass es ohne Probleme machbar war, und auch die belgischen Kollegen mich hierbei unterstützt hatten. Somit konnte ich das Praktikum weiterhin fortführen. Täglich wurden Videokonferenzen geführt, sodass man weiterhin mit seinen Kollegen in Kontakt stehen konnte. Zwar konnte ich mich nicht persönlich von meinen Team Kollegen verabschieden, aber auch ein Umtrunk per Videokonferenz mit allen Mitarbeitern des Standorts wird mir immer in Erinnerung bleiben.

Ich kann jedem eine Praxisphase im Ausland empfehlen. In Brüssel sind viele Studenten und Praktikanten aus ganz Europa. Somit hat man die Möglichkeit viele neue Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen kennen zu lernen. Vor Allem für junge Menschen hat die Stadt Brüssel einiges zu bieten. Auch wenn es mit viel Vorbereitungen verbunden ist, lohnt es sich. Ich habe neue tolle Kollegen kennen lernen dürfen und die Möglichkeit erhalten in einem internationalen Team für europäische Institutionen zu arbeiten.

 

Erasmus+ Stipendium für Auslandspraktika

Die Europäische Union fördert im Rahmen des ERASMUS+ Programms Praktika während und nach des Studiums im europäischen Ausland. Erasmus+ fördert solche Praktika ganz unabhängig davon, ob du in eine Niederlassung Ihres Ausbildungsunternehmens gehst oder dein Praktikum selbst organisierst und auch unabhängig davon, ob das Praktikum vergütet ist oder nicht. Teilnehmen können Studierende aller Fachrichtungen ab Immatrikulation. Das Programm wird ganzjährig angeboten, eine Bewerbungsdeadline gibt es nicht. Die Fördermittel werden nach dem „first come – first served“-Prinzip vergeben.

Alle Details zu dieser Förderung findest du hier.

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