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Abschlussbericht des Auslandssemesters in Thailand

Nun ist das Auslandsemester und auch bald der Auslandsaufenthalt in Thailand vorbei.
Es war alles in allem eine echt schöne Zeit, die viele Erfahrungen und Erlebnisse mit sich brachte.
Über ein paar davon werde ich im Folgenden berichten und auch wie ich die ganze Zeit hier generell empfunden habe.

Von Redaktion DHBW Mosbach

#Alltagsleben an der Uni

Zu Beginn des Aufenthaltes war alle neu, ungewohnt und abenteuerlich, sogar das Unileben selbst. Man musste sich erst einmal mit dem System und den Anforderungen der einzelnen Kurse auseinandersetzen und sich dort einfinden. Jedoch wurde das Unileben nach ein paar Wochen zum Alltag. Kleinigkeiten, die am Anfang noch als Herausforderung gesehen wurden, wie Gruppenarbeiten, wöchentliche Hausarbeiten oder der Zugriff auf die Unterrichtsmaterialen und das IT-System der Universität, waren am Ende Routineaufgaben, die nahezu nebenbei erledigt wurden.
Dies machte das Leben und den Alltag deutlich einfacher und entspannter.
Letzten Endes bewerte ich diesen durchaus höheren Aufwand während des Semesters als positiv, da es die Klausurphase deutlich entspannter macht und die Notengebung hierbei meiner Meinung nach viel fairer ist als in Deutschland, wo letztendlich die Endklausur jedes Kurses die Kursnote ist.
Alles in allem werden meine Noten hier wahrscheinlich generell überdurchschnittlich ausfallen, was jedoch auch an dem erhöhten Aufwand und dem teilweise geringeren Niveau der Kurse lag.

# Sprachliche Fortschritte

Generell kann ich durchaus behaupten, dass sich mein Englisch hier in Thailand verbessert hat.
Zu Beginn war es noch schwer sich wirklich flüssig und ohne vorheriges Ordnen der Gedanken Englische Sätze zu verfassen und kompliziertere Gespräche zu führen. Dies verbesserte sich jedoch mit der Zeit sehr und auch das Erfassen der Englischen Unterrichtsinhalte fiel mir mit der Zeit immer leichter. Dies liegt meiner Einschätzung nach vor allem an den Englischen Vorlesungen und an dem Kontakt zu den anderen ausländischen Studenten. Durch Schulgruppenarbeiten, private Treffen und kurze Small- Talks lernte man sich spontaner und entspannter in Englisch zu verständigen oder gar zu diskutieren. Jedoch sprechen viele Thailänder, vor allem außerhalb der Universität, schlecht Englisch.  Deshalb war es schwierig war seine neuen Sprachkompetenzen auf der Straße im typischen Alltagsleben anzuwenden. Hier war es eher gefragt sich mit wenigen, einfachen und konkreten Worten auszudrücken. Auch der viele Kontakt zu deutschen Austauschstudenten hemmte die sprachlichen Verbesserungen ein wenig, weshalb ich diesen das nächste Mal minimieren würde.

#Zurechtfinden in einer fremden Kultur und in einem fremden Land

Zu Beginn war gefühlt alles ein Abendteuer. Jedoch normalisierte sich das nach und nach und schon nach ein paar Wochen wurde alles zu Alltag. Selbst einfache thailändliche Wörter wie Guten Tag oder Danke flossen in unseren Sprachgebrauch mit ein. Auch typische Touristenattraktionen wie Tempel oder besondere Bauten verloren mit der Zeit ihren Reiz. Das selbstverständliche überqueren von achtspurigen Straßen oder die nahezu wöchentlichen Flugreisen am Wochenende gehöhrten zum Alltag. Dies führte auch dazu das wir nach und nach alle immer selbstständiger wurden und uns auch außerhalb der großen Gruppe zurechtfanden. Auch mein alleiniger Trip in den letzten beiden Wochen zu den Südinseln Koh Tao und Koh Samui hätte ich mir wahrscheinlich zu Beginn noch nicht so zugetraut wie am Ende des Aufenthalts. Man wird selbständiger, jedoch bleibt man für die Einheimischen selbst immer ein Tourist.

#Fazit

Es war eine tolle Zeit und eine tolle Erfahrung in einem Land wie Thailand studieren zu dürfen. Man hat viele Dinge gesehen, die man nie für möglich gehalten hätte und hat dadurch gelernt, dass viele Dinge die man Zuhause als selbstverständlich empfindet es eigentlich gar nicht sind und das es viele Menschen gibt denen es zum mindest Materiell gesehen sehr viel schlechter geht.
Jedoch habe ich auch realisiert, dass dieser materielle Besitz auf keinen Fall Glück bedeutet und dass wir in Deutschland oft Ideale und Akzeptanz in der Gesellschaft „hinterherrennen“ und uns dabei eigentlich selbst nur im Kreis drehen.
Ich bin sehr dankbar diese Erfahrungen gemacht haben zu dürfen und rate allen die die Möglichkeit haben diesen Schritt auch zu gehen, auch wenn der Aufenthalt einige Herausforderungen bereithielt und es wahrscheinlich der bequemere Weg gewesen währe an der DHBW das 4. Semester zu absolvieren. Doch der Aufwand lohnt sich, da man ja bekanntlich mit seinen Herausforderungen wächst und es alles in allem eine schöne und spannende Zeit war.

Das Stipendium der Bürkert Stiftung, welches in Zusammenarbeit mit der Stiftung Pro DHBW Mosbach verliehen werden kann, fördert Studierende aus dem Bereich Technik während ihres Auslandssemesters. Die Stipendiaten zeichnen sich insbesondere durch ihr fachliches Können aus, setzen sich persönlich für die Belange der Allgemeinheit ein und sind sozial engagiert, an der DHBW oder auch außeruniversitär. Des Weiteren wird bei der Vergabe der finanzielle Bedarf der Studierenden berücksichtigt.

Weitere Informationen zur Christian Bürkert Stiftung gibt es hier.

 

Mahidol University International College (Thailand)