// Interview mit Wirtschaftsingenieur-Student

„Niemand geht in der Anonymität verloren“

Henrik Neumann studiert seit Herbst 2017 Wirtschaftsingenieurwesen am Campus Bad Mergentheim. Als Schwerpunkt hat er Innovations- und Energiemanagement gewählt und einen Studienplatz bei den Stadtwerken Bretten bekommen. Im Interview berichtet er von seinen ersten Wochen an der Hochschule, warum er sein Studienfach gewählt hat und was er sich von der Zukunft erhofft.

Von Redaktion DHBW Mosbach

Du bist im November in die Theoriephase gestartet. Wie war dein erster Tag? 

Der Campus in Bad Mergentheim ist sehr familiär. Dies durften wir gleich am ersten Tag erfahren, sobald wir uns mit anderen Studierenden unterhalten haben. Nicht nur die Beziehung zwischen den einzelnen Kommilitonen ist sehr gut, sondern auch das Verhältnis zwischen Professoren und Studierenden ist sehr angenehm. Man kennt sich eben. Ich habe mich sofort wohl gefühlt.

 

Wie wurdest du in Bad Mergentheim an der Hochschule empfangen?

Der erste Tag an der Hochschule war sehr spannend. Es gab viele Infoveranstaltungen, jedoch hat man den Studierenden auch Zeit gegeben, sich kennenzulernen und sich ein wenig einzufinden. Die Professoren waren sehr engagiert und auch Studierende des höheren Semesters wurden integriert. Gegen Ende des Tages gab es eine „Spaßvorlesung“ und eine Willkommensparty.

 

Was sagen deine Freunde oder Bekannte dazu, dass du in einem Schloss studierst?

In einem Schloss zu studieren bringt selbstverständlich eine ganz besondere Atmosphäre. Viele meiner Freunde und Bekannte, die aktuell an größeren Universitäten studieren, beneiden mich um das Studieren im Schloss. Auch der Kurpark, der nahe am Schloss liegt, sorgt für eine entspannte Umgebung, in der man sich wohlfühlen kann.

 

Der hochschuleigene Fitnessraum ist ganz in der Nähe der Vorlesungsräume. Hast du ihn schon mal nutzen können?

Ich persönlich habe den Fitnessraum der Hochschule noch nicht benutzt, da ich lieber an der frischen Luft Sport mache. Jedoch wird der Fitnessraum von den Studierenden sehr gut angenommen und viele meiner Kommilitonen benutzen ihn regelmäßig.

 

Hast du schon einen Lieblingsort in Bad Mergentheim?

Bad Mergentheim ist eine sehr schöne Stadt, die viel zu bieten hat. Einen genauen Lieblingsort habe ich noch nicht, aber vermutlich wird der Kurpark im Sommer sehr schöne Stellen haben, die sich zu meinem Lieblingsort entwickeln könnten.

 

Was machst du, wenn du gerade nicht studierst?

In meiner Freizeit spiele ich Schlagzeug und Fußball. Außerdem gehe ich öfters joggen. :-)

 

Du studierst Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Innovations- und Energiemanagement. Mit welcher Erfindung würdest du gerne die Welt verändern?

Tatsächlich denke ich des Öfteren über Innovationen und Erfindungen nach. Leider bin ich noch auf keine Idee gestoßen, die es noch nicht gab und die umsetzbar ist. Außerdem würde ich diese hier nicht verraten, es sei denn, sie wäre bereits von mir patentiert. :-)

 

Du hast ein Studium mit sehr vielen Entwicklungsmöglichkeiten gewählt. Wo siehst du dich in sieben Jahren?

Es gibt sehr viele Berufe in einem Unternehmen, die mich interessieren. Deshalb finde ich den Studiengang „Wirtschaftsingenieurwesen“ für mich sehr ansprechend. Es werden unterschiedlichste Studieninhalte vermittelt, mit denen ich in viele Bereiche hineinschnuppern kann. Jedoch steht für mich fest, dass ich sehr gerne mit Menschen arbeite und die Kombination von technischem Wissen und Wirtschaftlichkeit sehr reizvoll finde. Außerdem kann ich mir sehr gut eine Position in einem mittelständischen Unternehmen oder einem Konzern vorstellen. Auf meinem Weg durch das duale Studium, und auch noch danach, werde ich viele Erfahrungen sammeln. Diese Erfahrungen werden mir dabei helfen, mich weiterzuentwickeln und meinen zukünftigen Werdegang beeinflussen.

 

Wird das Konzept der DHBW in der Praxis auch tatsächlich so umgesetzt?

Das Konzept der DHBW ist jeden Tag spürbar. Jede Vorlesung ist sehr praxisorientiert. Egal ob in Mathe, technischer Mechanik oder Informationstechnik. Es werden vermehrt praxisorientierte Aufgaben behandelt, die sich mit grundlegenden Fragestellungen des Themenbereiches befassen. Zusätzlich werden „Laborstunden“ eingebaut, diese uns dabei, uns komplexe Inhalte vorzustellen und wissenschaftlich zu arbeiten.

Auch die Anzahl der Studierenden in einer Vorlesung ist sehr angenehm. Die Methoden einer Vorlesung erinnern stark an schulischen Unterricht, da gemeinsam Aufgaben bearbeitet werden, und die Professoren auch Zeit für individuelle Fragen haben. Hinzu kommt, dass durch die kleineren Kurse eine größere Gruppengemeinschaft entstehen kann und niemand in der Anonymität verloren geht. So bilden sich starke Freundschaften.