// Absolventin BWL-Gesundheitsmanagement

Mit dualem Studium zum Wunschberuf

Seit 1. Oktober ist Nina Frei als Controllerin bei der Gesundheitsholding Tauberfranken im Caritaskrankenhaus Bad Mergentheim beschäftigt. Ihr Weg zum Wunschberuf führte sie über ein Studium BWL-Gesundheitsmanagement am Campus Bad Mergentheim an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach.

Von Redaktion DHBW Mosbach

Nach Realschule und Ausbildung in der Gesundheitsbranche war für die junge Frau klar, dass sie weiterhin in diesem Bereich arbeiten wollte, allerdings verbunden mit ihrem großen Interesse für Betriebswirtschaft. Dieses klare Ziel vor Augen machte sie ihr Fachabitur, um sich für ein BWL-Studium mit der Fachrichtung Gesundheitsmanagement bewerben zu können. Ein Tipp von Freunden führte sie zur DHBW: „Verbindung von Theorie und Praxis, Einblick in alle Tätigkeitsfelder zu erhalten, war das eine Argument dafür; Unabhängigkeit und Selbstständigkeit dadurch, dass ich von Anfang an Gehalt bekommen würde, das andere.“

Die DHBW Mosbach war Nina Frei bereits bekannt, wohnt sie doch ganz in der Nähe. Nach dem für Absolventen der Fachhochschulreife obligaten Eignungstest für die Hochschule fand sie über die Studienplatzliste des dualen Studiengangs der DHBW ihren Dualen Partner, eine Rehaklinik im Raum Karlsruhe. Hier war sie in allen Abteilungen, von der Personalverwaltung bis hin zu den Therapiebereichen, tätig.

Unterbrochen wurde die Praxisausbildung von jeweils zwölf- bis 14-wöchigen Theoriephasen am Campus Bad Mergentheim der DHBW Mosbach. Hier erhielt Nina Frei Einblick in Fachbereiche wie Einkauf, Patientenmanagement, Personal, Finanzbuchhaltung, Krankenhausfinanzierung, Controlling, aber auch medizinische Grundlagen und Marketing - „alles Inhalte, die ich in meiner täglichen Arbeit brauche oder die mir in der Kommunikation mit anderen Klinikbereichen zumindest nützlich sein können.“

Gerne erinnert sie sich an die kleinen Kurse in geradezu familiärer Atmosphäre. „Es gibt gegenseitige Unterstützung, man kann sich Lerngruppen anschließen, wir hatten immer einen Ansprechpartner, bekamen persönliche Termine beim Professor – und nicht zuletzt war die technische Ausstattung hervorragend.“ Angenehme Seiten eines gleichwohl „sehr durchgetakteten“ Studiums. Nina Frei: „Du bekommst sehr viel Stoff in kurzer Zeit vermittelt, der Druck ist hoch, Klausuren kannst du nicht einfach schieben. Du bekommst nicht alles vorgelegt, deshalb ist es wichtig, dass du dich selbst gut organisierst.“ Wegen der Bezahlung durch den Dualen Partner bestehe zudem stets Anwesenheitspflicht in der Hochschule.

In einer Kleinstadt zu studieren, sah die junge Frau unter dem Aspekt Studentenleben nie als Nachteil: „Hier hat man alles, was man braucht.“ Von vielen Kommilitonen habe sie gehört, dass sie dieses spezielle Flair vermissen werden. So lautet auch Nina Freis Fazit des dualen Studiums: „Anspruchsvoll, aber schön. Ich würde es wieder so machen.“

Das Caritaskrankenhaus bedeutet für die Controllerin einen veritablen Neuanfang, vor allem da das Fallpauschalen-System in Akuthäusern sich vom Tagessatz-Abrechnungsmodus einer Rehaklinik grundlegend unterscheidet. Mitzuarbeiten, dass bei steigendem Kostendruck innerhalb gesetzlicher Vorgaben die Klinik gut wirtschaftet – und das nicht auf Kosten der Patienten – sei eine große Herausforderung in ihrem Beruf. Ab dem kommenden Jahr werde sie aktiv in die Wirtschaftsplanung eingebunden: „Es gibt viel zu tun und ich bin gespannt darauf.“

Aus ihrer positiven Erfahrung heraus empfiehlt Nina Frei das duale Studium jungen Menschen weiter. Wer Interesse hat, sollte sich frühzeitig bewerben, mit Fachhochschulreife auch rechtzeitig den Eignungstest absolvieren – und sich vor allem im Klaren darüber sein, dass die Anforderungen hoch sind.